Wo die Seele sitzt
Wo die Seele sitzt
Viele Besucher kommen aus religiösen Gründen nach Tibet und sind fasziniert von den beeindruckenden Klöstern und Pagoden. Allerdings sollte man sich zuvor mit einigen Besonderheiten und lokalen Gepflogenheiten vertraut gemacht haben, um nicht von einem Fettnäpfchen ins nächste zu tappen.
Klöster und Pagoden: Das sollten Sie beachten
Die Klöster und Pagoden Tibets sind jedes Jahr Ziel tausender Besucher – Tendenz steigend. Nicht alle wissen jedoch, dass man sich einem Kloster nie direkt, sondern immer auf einem Umweg von links nach rechts nähert. Im Kloster angekommen sind in jedem Fall die Regeln der Höflichkeit zu beherzigen. Ein angemessenes, ruhiges, respektvolles Auftreten wird bei jedem Besucher vorausgesetzt. Achtung:
Um Kultgeräte und Kohlebecken muss herumgegangen werden – in keinem Fall darf man sie einfach überschreiten. Wer Gebetsmühlen dreht, darf sie nur im Uhrzeigersinn bewegen. Im Regelfall sind die Klöster Tibets entweder von Mönchen oder von Nonnen bewohnt. Hier gilt: Wer fotografieren will, sollte in jedem Fall zuerst fragen. Ein absolutes No-Go ist es, den Kopf der Mönche und der Tibeter im Allgemeinen zu berühren – der ist schließlich der Sitz der Seele.
1000 Völker, 1000 Bräuche
In Tibet leben mehrere Völker vergleichsweise friedlich miteinander und pflegen ihre zum Teil uralten Traditionen, die westliche Besucher auf Ihren Tibet Reisen so manches Mal erstaunen. Die Moinba beispielsweise sind für ihre schönen Lieder bekannt – aber auch für eine besondere Art der Bestattung. Ihre Toten werden vom Leichenbestatter in Stücke zerteilt und „dem Himmel übergeben“ – sie werden in offenem Gelände von den Geiern gefressen.
Die Lhoba, ebenfalls ein Volk in Tibet, sind für ihre Prophezeiungen aus Tier-Innereien bekannt. Auch sie kennen eine besondere Art der Bestattung, bei der die Toten in einem Rattankorb in Bäume gehängt werden.
Weniger morbide geht es bei den vielen Festen in Tibet zu. Nicht verpassen sollte man beispielsweise das Butterlampen-Fest, bei dem in den Straßen große, kunstvolle Figuren aus Butter und Blumen stehen, von Butterlampen beleuchtet.
