Verhaltensregeln

  

Verhaltensregeln

Auf zum Apokriés!


So alt und reich an Kunst und Kultur Griechenland ist, so reich ist es auch an lokalen Bräuchen und Sitten. Jede Region hat ihre ganz eigenen Besonderheiten – aber genau das ist es ja auch, was Griechenland immer wieder so spannend macht. Einige Besonderheiten gibt es jedoch, die Griechenland-Urlauber in jeder Region auf dem Städtetrip beachten sollten, wenn sie weiterhin in den Genuss der griechischen Gastfreundschaft gelangen wollen.

Allgemeine Verhaltensregeln

Die Griechen sind ein gastfreundliches, umgängliches Völkchen – solange man ihnen nicht eine Hand mit gespreizten Fingern entgegenstreckt, das gilt als große Beleidigung. Missverständnisse können auch bei scheinbar so unbedeutenden Sachen wie ja und nein aufkommen: Das deutsche Kopfschütteln für „nein“ ist der griechischen Geste für „ja“ ähnlich und auch wenn das Gegenüber „ne“ sagt, meint es eigentlich „ja“. Möchte man „nein“ sagen, bewegt man den Kopf nach oben und schnalzt zur Unterstützung ggfs. noch mit der Zunge.

Wer nun glaubt, ein gutes Essen verbinde, kann auch hier in Fettnäpfchen treten: Türkischer Kaffee heißt prinzipiell „griechischer Kaffee“, Süßigkeiten oder Getränke lehnt man der Höflichkeit halber nicht ab und wird im Restaurant bezahlt, erledigt das nur einer aus der Runde, der den Rechnungsbetrag dann auch nicht so genau nimmt und der Höflichkeit halber aufrundet (natürlich im Wissen, dass der Kellner das nächste mal abrunden wird). Wollen Sie sich mit Ihren neuen griechischen Freunden zum Abendessen verabreden, belästigen Sie sie am besten nicht vor 18:00 – bis dahin gilt nämlich insbesondere im Sommer die Mittagsruhe.

Mit der Vogelscheuche durch den Ort

Eines der absoluten Highlights des Winters ist vielerorts Apokriés, die griechische Variante des Karnevals. Am ausgelassensten dauert der Karneval in Patras: Hier feiern rund 50.000 Karnevalisten für geschlagene zwei Monate. Wie auch in Deutschland finden in Griechenland große Festumzüge mit verkleideten Menschen statt. Zudem wird in einigen Gegenden die Vogelscheuche „Karnavalos“ durch den Ort getragen und am Abend verbrannt. Übrigens: Am Rosenmontag lässt man traditionell Drachen steigen.